Mobilität

Unsere Gesellschaft ist mehr denn je in Bewegung. Eine Vielzahl von Mobilitätsanbietern bedient von urbanen Kurzstrecken bis zu internationalen Reisen ein breites Spektrum. Viele neue Konzepte drängen auf den Markt – gerade diese Dynamik macht es für mich so spannend.

Dr. Heiko Rauscher

Partner

Auf allen Ebenen in Bewegung

Die Pandemie hat die Mobilität der Menschen zeitweise fast zum Erliegen gebracht – und die Liquidität der Mobilitätsanbieter geschwächt. Jetzt verlangen eine rasante Digitalisierung und steigende Nachhaltigkeitsanforderungen zusätzliche Initiativen. Mit welcher Positionierung lässt sich diese Aufgabe bewältigen?

Aktuelle Lage der Branche

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Nach der Krise neu positionieren

COVID-19 hat die Mobilitätsbranche hart getroffen – Reisebeschränkungen und verändertes Kundenverhalten trafen Anbieter von der internationalen Langstrecke bis zum Nahverkehr. Unternehmen konnten die Liquidität häufig nur durch staatliche Hilfsprogramme, massive Fixkostenreduktionen und Verkäufe von Vermögenswerten sichern. Die Erholung vollzieht sich nur heterogen – und wird teilweise durch steigende Ölpreise, Zuliefererengpässe und zögerlichen Konsum aufgrund der Inflation wieder ausgebremst. Für Mobilitätsdienstleister gilt es nun, sich neu zu positionieren – denn die Rahmenbedingungen und Kundenanforderungen haben sich nachhaltig gewandelt.

Es ist nach wie vor unsicher, welchen nachhaltigen Einfluss die Pandemie und veränderte Kundengewohnheiten auf Flughafenbetreiber und andere Mobilitätsanbieter haben werden. Wir helfen unter anderem dabei, mit diesen Unsicherheiten umzugehen und Maßnahmen zur Überwindung von vorübergehenden Marktschwächen und Liquiditätsengpässen umzusetzen. Neben Working Capital Management und der Optimierung der kurzfristigen Liquiditätsplanung stehen dabei auch die Analyse, Bewertung und Transformation des Geschäftsmodells im Vordergrund.

Portrait von Steffen Puhlmann

Steffen Puhlmann

Direktor
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Auf den digitalen Markt vorbereiten

Ob Bahn, (Fern-)Busbetreiber, Mietwagen- oder Car-Sharing-Anbieter – die Digitalisierung führt zu veränderten Geschäftsmodellen. So reicht die Customer Journey per Smartphone von der Bestellung über die Bereitstellung bis zur Bezahlung. Gleichzeitig können Anbieter so ihre operativen Prozesse kontinuierlich optimieren. Allerdings begünstigt der Fortschritt eher größere Unternehmen, welche über die finanziellen Ressourcen für notwendige Investitionen verfügen und dem Kostendruck länger Stand halten können. Zudem steigt gerade im urbanen Kurzstrecken-Markt der Wettbewerb – beispielsweise durch B2C-Plattformen, die verschiedene Mobilitätsdienstleistungen über eine zentrale Oberfläche anbieten. Insgesamt gilt: Die mittelfristigen Wachstumsperspektiven der Branche sind positiv, erfordern aber einen digitalisierten und differenzierten Marktansatz.

Die Möglichkeiten in diesem Feld reichen von Lösungen in den Bereichen Data Engineering und Data Visualization über digitale Prozessoptimierung zu KI-basiertem Forecasting. Wir entwickeln umfassende digitale Strategien, über welche sich Unternehmen vom Wettbewerb differenzieren können.

Dr. Heiko Rauscher

Partner
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Regulierungen im Blick behalten

Bis zum Jahr 2050 strebt die EU einen komplett klimaneutralen Wirtschaftskreislauf an, was den Mobilitätssektor geradezu umkrempelt. Ein Blick in das von der EU-Kommission vorgeschlagene Maßnahmenpaket „Fit für 55“ deutet die Effekte an: So sollen die Emissionen neu verkaufter PKWs um 100 Prozent absinken – und zwar bereits bis zum Jahr 2035 –, die Emissionen von Flugzeugen erheblich reduziert, der Personenverkehr per Schiene weiterentwickelt und das Verkehrsaufkommen allgemein reduziert werden. Und: Städte werden über (inter)nationale Regulatorik hinaus aktiv und treiben die Mobilitätswände in der Innenstadt voran – etwa über die City-Maut in London oder der Straßenumnutzung und Tempo 30-Beschränkung in Paris. Diese Vorschläge haben Auswirkungen auf alle Mobilitätsanbieter, wobei die Bandbreite möglicher gesetzlicher Maßnahmen von Dumpingpreisverboten beim Fliegen über Steuersenkungen im Bahnverkehr bis zur Förderung von Elektromobilität und Innenstadtverboten der Verbrennungsmotoren reicht. Vor diesem Hintergrund sollte bei der Strategieentwicklung die langfristige regulatorische Perspektive im Blick behalten werden: Der allgemeine Nachhaltigkeitstrend begünstigt möglichst energieeffiziente und flexible Mobilitätslösungen.

Es ist unverzichtbar, dass Mobilitätsanbieter auf zunehmende Nachhaltigkeitsanforderungen der Politik und Kundschaft möglichst frühzeitig strategisch sowie planerisch reagieren, um ihre Wettbewerbsfähigkeit aufrecht zu erhalten. Wir haben die dynamische Regulatorik und relevanten Standards im Blick und beraten hierzu individuell.

Portrait von Jan Eike Wegner

Jan Eike Wegner

Manager

Erfolgsgeschichten

Dienstleistungen

Ein Blick auf die Details – was wir für Unternehmen der Mobilitätsbranche tun.

Auf ein Wort

Wie kann man sich im Mobilitätsmarkt der Zukunft behaupten, Friederike Süllau?

Was bewegt die Branche aktuell?

Ein wesentlicher Trend der vergangenen Jahre ist das Verschwimmen der Grenzen vieler Mobilitätsangebote. Dies geschieht einerseits durch Anbieterkooperationen und Angebote wie beispielsweise „Air + Rail“ (Zug zum Flug als Kombiangebot). Andererseits bemerken wir, dass sich die Mobilitätskonzepte immer mehr annähern und integriert werden – beispielsweise mithilfe von digitalen Plattformen, welche so ein nahtloses Mobilitätsangebot herstellen. Insgesamt wächst das Angebot, da bestehende Mobilitätsdienstleister ihr Angebot kontinuierlich erweitern, und zudem eine Vielzahl an Startups vor allem im urbanen Raum neue Angebote schafft. Auch Automobilhersteller engagieren sich zunehmend außerhalb ihres Kerngeschäfts. Der grundlegende Anspruch der Branche muss dabei sein, nachhaltigere Lösungen anzubieten – hierbei liegt der Fokus insbesondere auf der Reduktion von CO2-Emissionen.

Welche Herausforderungen müssen die Unternehmen bewältigen?

Der Wettbewerbsdruck in der Branche ist sehr hoch. Zum einen kommen immer mehr Mobilitätskonzepte und Marktteilnehmer hinzu. Zum anderen müssen die Unternehmen eine Vielzahl von Investitionen meistern, ihr Geschäftsmodell weiterentwickeln und die Digitalisierung vorantreiben, wenn sie im Markt bestehen wollen. Gerade langjährigen Marktteilnehmern fällt es mitunter schwer, sich in diesem volatilen Umfeld zu behaupten. „Digital native“ Startups tun sich nicht nur leichter mit der Etablierung einer digitalen, nahtlosen Customer Journey, da sie diese Prozesse ab Tag 1 zeitgemäß aufsetzen können – sie prägen sogar aktiv neue Marktstandards und zwingen etablierte Anbieter, auf diesem Feld aufzuholen. Und schließlich leiden aktuell auch viele Anbieter unter dem deutlichen Preisanstieg, den sie nur zeitverzögert oder nicht in voller Höhe an die Kunden weitergeben können.

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