Agribusiness

Portrait von Peter Lammers

Eine funktionierende Lebensmittelindustrie ist systemrelevant für unsere Gesellschaft. Ich arbeite mit Begeisterung an ihrer zukünftigen Ausrichtung.

Peter Lammers

Direktor

Zwischen Margendruck, Extremwetter und Regulierungsauflagen

In der Lebensmittelindustrie bündeln sich die Krisen unserer Zeit wie unter einem Brennglas. So stellen Extremwettereignisse im Zuge der Klimakrise, geopolitische Risiken wie der Ukraine-Krieg und die Folgen der COVID-19-Pandemie Unternehmen laufend vor neue Herausforderungen.

Aktuelle Lage der Branche

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Für neue Märkte aufstellen

COVID-19 hat das Verhalten der Konsumenten verändert – und das nachhaltig. So wandelt sich das Ernährungsverhalten vor dem Hintergrund des Home-Office-Booms, KonsumentInnen suchen vermehrt nach gesunden und regionalen Produkten. Zudem verändern sich Vertriebsformen sowie -kanäle und der Trend zur Snackification (häufige kleine Mahlzeiten) hält an. Somit sind alle Markteilnehmer gefordert: Produzierende Unternehmen müssen in die Rückverfolgbarkeit ihrer Lieferketten investieren, auf „Bio“ umstellen und Snack-Angebote bereitstellen. Gleichzeitig entwickeln Gastronomen neue Geschäftsmodelle mit einem Mix ausLieferkonzept und stationärem Geschäft. Und: Der Lebensmitteleinzelhandel benötigt ein nachhaltiges und regionales Produktangebot mit hohem Digitalisierungsgrad.

Wir greifen auf umfangreiches Branchenwissen zurück, das sich etwa bei der Optimierung des Produktions-Footprints oder der Portfolio-Optimierung in Form von höheren Margen auszahlt. Die Welt ist nach der Pandemie eine andere, darauf muss man strategisch sowie operativ reagieren.

Portrait von Peter Lammers

Peter Lammers

Direktor
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Auf die Klimakrise reagieren

Die Klimakrise ist längst in unseren Breiten angekommen – zunehmende Wetterextreme machen dies deutlich, was Erträge in der Landwirtschaft verringert und Kosten steigen lässt. Insgesamt heißt das: Die Profitabilität leidet und der Liquiditätsbedarf der Unternehmen steigt deutlich. Bei branchentypisch geringen Rücklagen führt dies häufig zu einer angespannten Finanzlage. Und:Aufgrund der Marktstrukturen – eine geringe Anzahl an Lebensmitteleinzelhändlern trifft auf eine hohe Zahl an mittelständischen Produzenten – sind Preise unter Druck und Unternehmen nur bei höchster Effizienz wettbewerbsfähig.

Steigende Rohstoff-, Energie- und Lohnkosten kann man schon lange nur schwierig weitergeben. Also stellt sich die Frage, wie man zukünftig ein Maximum an Effizienz bei gleichzeitiger Flexibilität erreichen kann. Wir helfen bei der Entwicklung zielgerichteter Maßnahmen, um die Ertragslage und Liquiditätssituation zu stabilisieren.

Portrait von Karsten Schulze

Karsten Schulze

Senior Partner & Vorstand
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Globale Standards beachten

Die Makrotrends in der Lebensmittelindustrie sind vielversprechend: Eine wachsende Weltbevölkerung und die steigende Preisbereitschaft der EndverbraucherInnen sorgen für Wachstumschancen bei Unternehmen der Agrar- und Ernährungsindustrie. Allerdings gilt es, Geschäftsmodelle jetzt zukunftsträchtig auszugestalten und sich strategisch günstig zu positionieren. Und: Das Lieferkettengesetz schafft neue Herausforderungen. Unternehmen sind gezwungen, ihre Lieferkette komplett zurück zu verfolgen. Hierfür mangelt es häufig noch an den Prozessen und Strukturen. Auch wird man in Einzelfällen Lieferanten ersetzen müssen.

Gerade die Veränderungen des regulatorischen Umfelds betreffen die Unternehmen der Lebensmittelindustrie in vielfältiger Weise. Es stellt sich etwa die Frage, wie man Lieferketten eindeutig rückverfolgen kann und was Unternehmen grundsätzlich jetzt tun müssen. Hierauf geben wir Antworten.

Portrait von Steffen Puhlmann

Steffen Puhlmann

Direktor

Erfolgsgeschichten

Dienstleistungen

Ein Blick auf die Details – was wir für Unternehmen der Lebensmittelindustrie tun:

Auf ein Wort

Was kommt auf die Lebensmittelindustrie zu, Peter Lammers?

Was zeichnet die Agrar- und Lebensmittelindustrie in Deutschland aus?

Zunächst einmal gibt es sehr viele mittelständische Unternehmen, die nicht selten familiengeführt sind und eine lange Tradition aufweisen. Manche von ihnen haben den Sprung in die Internationalisierung längst geschafft und weisen einen Exportanteil von 80 Prozent auf. Andere stehen an dieser Schwelle. Wir beraten sehr differenziert, weil wir die gesamte Wertschöpfungskette vom Produzenten bis zum Händler kennen. Allerdings fällt auf, dass viele produzierende Unternehmen eine schwache Liquidität und Ertragssituation aufweisen – etwa, weil steigende Löhne und extrem hohe Energiekosten nicht an Auftraggeber weitergegeben werden können. Dazu muss man sich den gesamten Markt vorstellen: Hier verhandeln viele mittelständische Unternehmen mit wenigen großen Handelskonzernen. Insofern sind die Verhandlungsmöglichketen der Produzenten begrenzt. Auf der anderen Seite kann der Handel auf viele dieser Produzenten gar nicht verzichten. Sie sind also systemrelevant. Wir erleben, dass die Verhandlungsposition einzelner Produzenten wieder erstarkt.

Welche Rolle spielen die Regularien der Politik?

Die Agrar- und Lebensmittelindustrie ist eine der am stärksten regulierten Branchen. Jede Änderung kann unter Umständen massive Auswirkungen haben. Ein gutes Beispiel hierfür ist die Einführung des Mindestlohns in der Fleischwirtschaft, welcher die Branche regelrecht durcheinandergewirbelt hat. Ähnlich sind die Auswirkungen des Lieferkettengesetzes, das auch für viele kleinere und mittelständische Unternehmen eine große Wirkung entfacht, denn sie müssen ihre Wertschöpfungskette komplett rückverfolgen können. Übrigens ist es auch schwierig, neue Investitionen zu planen, wenn immer wieder neue Regularien aufkommen – man weiß ja gar nicht, ob ein neues Werk in der geplanten Weise über längere Zeit betrieben werden kann.

Wie stellt sich die Situation des Handels dar?

Es ist interessant, in welcher Weise das Aufkommen von Online-Diensten die Situation verändert. Traditionell ist es in Deutschland nur sehr schwer möglich, Preisanstiege im stationären Handel durchzusetzen. Jetzt stellen wir aber fest, dass der Verbraucher bei Online-Bestellungen (inkl. Lieferung) von Lebensmitteln tatsächlich höhere Preise akzeptiert. Insofern eröffnet sich hier eine riesige Chance für datengetriebene Lösungen. Zugleich verfügen die großen Handelsunternehmen bereits über große Datenmengen rund um das Einkaufsverhalten der Kunden, die aber bislang kaum genutzt werden – und das, obwohl man auf dieser Basis neue Umsatzpotentiale erschließen könnte. Viele Unternehmen tun sich hier aber schwer. Wir helfen ihnen umfassend mit dem Aufbau einer wirksamen Digitalstrategie.

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