Automotive

Der starke Wandel mit immer wieder neuen Herausforderungen und Möglichkeiten – das ist es, was mich an der Automobilbranche Tag für Tag fasziniert.

Dr. Heiko Rauscher

Partner

Eine Branche erfindet sich neu – im Eiltempo

Die Automobilbranche befindet sich im radikalen Umbruch: bereits seit einiger Zeit führen Trends wie Elektrifizierung, Digitalisierung, autonomes Fahren sowie neue Mobilitätskonzepte zu vielfältigen Umwälzungen. Seit der Pandemie kämpft die Branche zusätzlich mit Lieferkettenproblemen und Absatzrückgängen. Und in jüngster Zeit sind auch noch ein massiver Kostenanstieg sowie die Energiekrise hinzugekommen. Bei all den Krisen gibt es aber auch interessante Chancen. Um in diesen Zeiten erfolgreich zu bleiben, sind bestimmte Faktoren entscheidend: Hierzu gehört ein Denken in Optionen und Szenarien, ein hohes Maß an Flexibilität, ein sehr aktives Kostenmanagement, aber auch Entschlossenheit bei der Erschließung neuer Geschäfte.

Aktuelle Lage der Branche

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Globale Krisen bewältigen

Pandemie, Lieferkettenprobleme, geopolitische Unsicherheiten, Klimawandel, Kostenexplosion und Energieprobleme – eine ganze Reihe von Krisen trifft auf die Automobilindustrie, die sich bereits mitten in einem strukturellen Transformationsprozess befindet. Die Unternehmen stehen vor einer doppelten Herausforderung: Um auch bei hohen Schwankungen auf Kunden- und Lieferantenseite profitabel zu bleiben, ist Flexibilität entscheidend. Ein höheres Maß an Flexibilität erfordert jedoch zumeist Investitionen und führt zu Mehrkosten. Auf der anderen Seite verlangen stark steigende Kosten (Material, Energie, Löhne, Frachten) sowie im Vergleich zur Vor-Coronazeit niedrigere Absatzzahlen ein sehr aktives Kostenmanagement. Unternehmen müssen jetzt konsequente Entscheidungen treffen, an welcher Stelle mehr Flexibilität erforderlich ist und an welcher Stelle Kosten reduziert werden sollen.

Globale Krisen wirken systemisch auf Unternehmen ein – viele leistungswirtschaftliche und unterstützende Bereiche sind betroffen. Deshalb ist es wichtig, ebenso systemisch die aktuelle Resilienz von Unternehmen zu überprüfen. Es gibt eine Vielzahl an Strategien und Maßnahmen zu Steigerung von Flexibilität und Profitabilität. Dabei kommt es darauf an, für jedes Unternehmen die richtige Mischung zu finden. Hierin liegt unsere Stärke.

Dr. Heiko Rauscher

Partner
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Das fossile Zeitalter verabschieden

150 Milliarden Euro will die Automobilindustrie bis zum Jahr 2025 in Elektromobilität und Digitalisierung investieren, so eine Analyse des VDA. Vor allem die Elektrifizierung des Antriebsstrangs gleicht dabei einer Disruption, weil ganze Produktkategorien obsolet werden. Wer wird vom technologischen am meisten profitieren und was sind die wichtigen Erfolgsfaktoren? Und was wird aus Getriebebauern und Verbrennungsmotor-Spezialisten? Sie müssen zusätzliche Qualifikationen ausbilden und neue Kooperationen begründen – und das schnell, weil der Wandel zu alternativen Antriebssystemen deutlich an Fahrt aufgenommen hat.

Wir kennen die Branche seit Jahrzehnten sehr genau und unterstützen mit klaren und ehrlichen Analysen. Am Ende ist ein überzeugendes Transformationskonzept erforderlich, um das Geschäftsmodell nachhaltig auszurichten und Kunden, Gesellschafter und Finanzierer davon zu überzeugen.

Portrait von Markus Herber

Markus Herber

Direktor
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Die digitale Chance annehmen

Die Digitalisierung betrifft alle Unternehmensfunktionen und erlaubt eine Vielzahl an Verbesserungen: Risiken in der Lieferkette früh erkennen und geeignet darauf reagieren, Effizienz und Qualität in der Produktion weiter steigern, Produktivität von Entwicklern erhöhen, Kunden schneller und gezielter erreichen. Außerdem führt die Digitalisierung zu neuen Produktideen und Geschäftsmodellen. In der Folge entsteht ein erheblicher Veränderungsdruck für die gesamte Automobilindustrie mit Gewinnern und Verlieren. Um zu den Gewinnern zu gehören, sind das richtige Digitalisierungskonzept, ausreichende Ressourcen und Partnerschaften von hoher Bedeutung.

Die technologischen Schlüsseltrends haben wir im Hinterkopf, wenn wir Unternehmensprozesse, Produkte und Geschäftsmodelle auf Möglichkeiten zur Verbesserung überprüfen. Es geht darum, die technologischen Möglichkeiten in wirtschaftlich tragfähige Konzepte zu überführen.

Portrait von Ralf Winzer

Ralf Winzer

Senior Partner & Vorstand

Erfolgsgeschichten

Dienstleistungen

Ein Blick auf die Details – was wir im Bereich Automotive tun:

Auf ein Wort

Wie groß ist der Handlungsdruck in der Automobilindustrie, Heiko Rauscher?

Wie stellt sich der oft diskutierte Wandel im Automobilbau konkret dar?

OEMs und Zulieferer sind zurzeit einer Vielzahl von z. T. sehr starken Veränderungsprozessen ausgesetzt – vieles ist im Fluss. Unternehmen müssen auf der einen Seite entschlossen neue Geschäftsbereiche aufbauen, auf der anderen Seite aber auch anpassungsfähig und kostenbewusst sein. Dies setzt eine ganzheitliche Betrachtung voraus, was eine anspruchsvolle Aufgabe ist. Wichtig dabei ist, das auf Basis der unternehmensspezifischen Ausgangssituation die passenden strategischen, operativen, organisatorischen und finanziellen Weichen gestellt werden.

Was sind die Auswirkung für das Risikomanagement von Unternehmen?

Risiken zu managen, war immer schon eine zentrale Aufgabe. Allerdings hat die Bedeutung des Risikomanagement in der jüngsten Zeit deutlich zugenommen: Wir haben aktuell eine ungewöhnlich hohe Zahl starker Veränderungen, und in Zukunft wird sich dieser Trend eher noch fortsetzen. Unternehmen müssen daher regelmäßig Risiken – Chancen wie Gefahren – identifizieren und bewerten. Weiterhin sollte bei der Strategieentwicklung noch stärker in Optionen gedacht und verschiedene Szenarien betrachtet werden.

Welche Auswirkung haben aktuelle Trends auf die Supply Chain?

Vielfältige Lieferschwierigkeiten, geopolitische Spannungen, technologische Neuerungen, Nachhaltigkeitsforderungen und teilweise auch Kostenentwicklungen stellen existierende Supply Chains stark in Frage. Auch in Zukunft wird es globale Lieferbeziehungen geben. Aber Unternehmen müssen sich schon die Frage stellen: Macht es Sinn, ein Bauteil für einige Cent günstiger in weiter Ferne produzieren zu lassen, wenn es am Ende nicht rechtzeitig angeliefert wird und dann erhebliche Mehrkosten durch Produktionsverzögerungen entstehen? Zur Lösung dieses Problems gibt es eine Vielzahl an Stellhebeln: Optimierung der eigenen Wertschöpfung, der Kompetenzen und Standorte, des Lieferantenportfolios und des Lieferantenmanagements, aber natürlich auch der Zielmärkte und des Leistungsangebots.

Wie sieht es mit der finanziellen Ausstattung der Unternehmen aus?

Wir beobachten insbes. bei einigen Zulieferern eine zunehmend angespannte Finanzsituation. Viele Unternehmen leben aus der Substanz oder haben ihre Reserven bereits weitgehend aufgebraucht: Investitionen werden nach Möglichkeit verschoben und Produktionsmittel so lange wie möglich genutzt. Zudem reagieren manche erst bei einer kritischen Finanzsituation. Wir beraten die Unternehmen dann aber nicht nur zu Finanzierungsoptionen und liquiditätssichernden Maßnahmen, sondern nehmen alle wesentlichen Instrumente zur Wertsteigerung und Ergebnisverbesserung in den Blick. Dem starken Wandel muss mit einer ganzheitlichen Lösung begegnet werden.

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