Energie

Portrait von Julia Klose

„Die Energiebranche wird auch in den nächsten Jahren durch eine Vielzahl komplexer Herausforderungen geprägt sein. Ich freue mich, gemeinsam mit unseren Mandanten Lösungen für diese Herausforderungen zu erarbeiten.“

Julia Klose

Direktorin

Eine komplexe Branche im stetigen Wandel

Ob Energieversorger, Netzbetreiber, Energieproduzent , Projektierer oder Komponentenhersteller – die Energiebranche vereint eine Vielzahl von Marktteilnehmern mit unterschiedlichen Geschäftsmodellen. Gemeinsam verfolgen sie das Ziel, die Versorgungssicherheit und die Realisierung der politischen Klimaziele sicherzustellen und dabei ihr Geschäft nachhaltig profitabel zu betreiben. Dabei sind sie mit einer Vielzahl von Herausforderungen konfrontiert.

Aktuelle Lage der Branche

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Den hohen Einfluss staatlicher Regulatorik und geopolitischer Entwicklungen bestmöglich managen

Die Spielregeln für das unternehmerische Handeln werden einem regelmäßigem Wandel unterzogen – ob Beschlüsse zum Ausstieg aus Atomkraft und Kohle, Reformen der Förderung erneuerbarer Energien oder die Anpassung der Energieimportstrategien im Zuge des Ukraine-Kriegs. Diese regelmäßigen Veränderungen in den Rahmenbedingungen haben meist fundamentale Auswirkungen auf die Marktteilnehmer. Mit diesen Herausforderungen gilt es, bestmöglich umzugehen – ein schnelles, agiles und teils antizipatives Management ist von hoher Bedeutung.

Durch umfassende Analysen von z.B. Markt, Regulatorik und bestehenden Verträgen schaffen wir unter Wahrung einer hohen Effizienz die notwendige Transparenz, um die operative und finanzielle Entwicklung des Unternehmens abschätzen zu können. Welche Implikation hat z.B. die Kürzung von Einspeisetarifen auf Nachfrage, Ertrag und Liquidität des Projektierers für erneuerbare Energieanlagen? Wie wirken sich Preiserhöhungen bei Kohle und Gas auf die Profitabilität der Energieversorger vor dem Hintergrund bestehender Vertragsmodalitäten aus? Im nächsten Schritt geht es darum, Maßnahmen abzuleiten und umzusetzen, die die negativen externen Implikationen abwehren bzw. abfedern können – z.B. operativ durch Kosten-, Liquiditäts- und Forderungsmanagement sowie durch geeignete strategische Maßnahmen.

Portrait von Karsten Schulze

Karsten Schulze

Senior Partner & Vorstand
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Die Digitalisierung ist im Zuge der Energiewende unumgänglich und bietet gleichzeitig umfangreiche Chancen

Infolge des Energiewandels wird die Energieversorgung deutlich dezentraler. Das effiziente und wirtschaftliche Management der Anlagen sowie der Energieübertragung wird nur durch digitale Technologien möglich sein. Ein detailliertes Wissen über Netz und Auslastung ist auch zentral, um Energie effizienter und profitabler zu den Kunden zu bringen. Hersteller relevanter Komponenten haben analog einen hohen Innovationsdruck, der mit Investitionen in Forschung und Entwicklung verbunden ist. Auch der Netzbetreiber ständig begleitende Kostendruck kann durch Digitalisierung und Automatisierung erfolgreich adressiert werden. Für alle Marktteilnehmer bietet beispielsweise Process Mining hohes Potenzial zur Optimierung aller Prozesse. Die in diesem Zuge erhobenen Daten bieten auch umfangreiche Transparenz über das Konsumentenverhalten – die Basis für die Entwicklung kundenindividueller Services und damit neuer innovativer Geschäftsmodelle. Das Produkt Energie wird sich nicht ändern, aber wann es optimalerweise über welchen Vertriebsweg zu welchem Preis an den Kunden gebracht wird. Dies hilft nicht nur, Kosten für Konsumenten und Anbieter zu reduzieren, sondern auch den erwarteten zunehmenden Energiebedarf (z.B. im Zuge des Anstiegs der E-Mobilität) parallel zur Energiewende bewerkstelligen zu können.

Nach einer kurzen Aufnahme des Status quo bezüglich bestehender Datenstrukturen sowie bereits genutzter Technologien analysieren und priorisieren wir gemeinsam mit Ihnen, welche wirtschaftlichen Potenziale durch weitere Digitalisierungsschritte erzielt werden können – z.B. Umsatzwachstum, ein effizienteres Cash Management oder Optimierungen im Produktionsprozess. Im Fokus steht für uns, dass der Digitalisierungsschritt einen konkreten Mehrwert für den Unternehmenserfolg leistet.

Marco Herhoffer

Manager
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Dem Wettbewerb immer eine Spur voraus – Chancen aus Regulatorik, Technologien/Innovationen und Digitalisierung für sich nutzen

Für fast alle Marktteilnehmer der Energiebranche ist aufgrund der weitreichenden Infrastruktur sowie der damit verbundenen Investitionen ein langfristiger Zeithorizont für die Unternehmenssteuerung zentral: Wie wird sich die Nachfrage – u.a. durch politische Regulierung – in fünf Jahren vermutlich darstellen? Was sind die zukünftigen Erfordernisse meiner Kunden, welche Innovationen sollte ich hierfür heute entwickeln? Welche technologischen Lösungen müssen Anlagenbauer schaffen, um zukünftig steigenden Anforderungen an die Effizienz der Energieanlagen gerecht zu werden? Welche Lösung wird sich für die Bereitstellung von Speicherkapazitäten für erneuerbare Energien durchsetzen? Wie positioniere ich mich am besten für einen von mir erwarteten Boom im Photovoltaik-Bereich – in welche internationalen Märkte trete ich mit welcher Strategie ein? Wie sieht ein Business Case für die strategischen Optionen aus?

Durch fundierte Marktanalysen, der Ableitung von Marktpotenzialen sowie der Bewertung der internen leistungswirtschaftlichen Stärken und Potenziale verbunden mit unserer langjährigen Branchen-expertise bewerten wir strategische Optionen und leiten auch quantitativ bewertete Handlungsempfehlungen ab. Diese Analysen können z.B. auch frühzeitig aufdecken, ob in der eigenen Marktbearbeitung und -auf-stellung eine Lücke für Energie-Startups offen gelassen wird oder diese proaktiv durch die Erweiterung eigener Services bzw. anorganischem Wachstum geschlossen werden kann.

Portrait von Julia Klose

Julia Klose

Direktorin

Erfolgsgeschichten

Dienstleistungen

Ein Blick auf die Details – was wir für Unternehmen der Energiewirtschaft tun.

Auf ein Wort

Welchen Herausforderungen wird sich die Energiebranche künftig stellen müssen, Karsten Schulze?

Bei welchen Marktteilnehmern der Branche sehen Sie aktuell besonders hohen Handlungsbedarf?

Anlagenbauer im Wind- und Solarbereich sind seit rund zwei Jahren zunehmend durch steigende Rohstoff- und Frachtkosten sowie Störungen in den globalen Lieferketten margenseitig unter Druck geraten. Zudem durchläuft die Windenergie aktuell eine ähnliche Entwicklung wie die Solarindustrie vor rund zehn Jahren: Produktionen in Deutschland werden zunehmend geschlossen, nur wenige verbleiben in Europa. Damit steigt die Anfälligkeit von Lieferkettenstörungen. Auch potenzielle nachteilige Währungsentwicklungen zum US-Dollar werden künftig stärker auf die Profitabilität wirken.

Was können diese Unternehmen aktuell tun, um diese Herausforderungen zu managen?

Langjährige Branchenentwicklungen und -modalitäten werden nicht und insbesondere nicht durch einzelne Teilnehmer grundlegend veränderbar sein – entsprechend geht es darum, die Gegebenheiten bestmöglich zumindest temporär zu managen. Die Grundvoraussetzung stellt die Schaffung von Transparenz dar, um bestehende Risiken richtig einschätzen und quantifizieren sowie geeignete Gegenmaßnahmen ableiten zu können. Aufgrund der derzeitigen hohen Unsicherheit empfehlen wir auch die Erstellung von Szenarioanalysen. Für diese sollten konkrete Notfallpläne erarbeitet werden, um handlungsfähig zu bleiben. Zudem ermöglicht dies die Ableitung finanzieller Effekte und des damit verbundenen möglichen Finanzierungsbedarfs – dieser kann so frühzeitig gesichert werden. Grundsätzlich empfehlen wir den Unternehmen, ihr Geschäft risikoärmer im Vergleich zu Unternehmen anderer Branchen zu steuern sowie ein gewisses Liquiditätspolster und damit verbunden zuverlässige Finanzierungspartner aufzubauen. Zudem ist es auch sehr wichtig, Investitionen in Technologien von morgen sicherstellen zu können. Dies ist nur möglich, wenn eine belastbare Liquiditätsplanung erarbeitet wurde.

Welche Chancen sehen Sie für die Marktteilnehmer im Bereich der erneuerbaren Energien in der nahen Zukunft?

Die Erwartungen der Branche sind hoch: Politische Ziele von Klimaneutralität bis zur Unabhängigkeit von russischen Energieimporten treiben die Notwendigkeit des Ausbaus erneuerbarer Energien und setzen die Politik unter Druck, passende Rahmenbedingungen zu entwickeln. Ziel muss es sein, den wirtschaftlich agierenden Marktteilnehmern zu erlauben, nachhaltig profitabel zu sein. Dies ist vor dem Hintergrund der aktuellen Entwicklungen wie z.B. der Rohstoffpreissteigerungen kein einfaches Unterfangen. Gut intendierte Mechanismen wie z.B. das 2017 eingeführte Ausschreibungsverfahren haben unbeabsichtigte negative Effekte nach sich gezogen. Unabhängig von den Mechanismen ist es zentral, das Angebot geeigneter Flächen auszuweiten und vor allem Genehmigungsverfahren zu beschleunigen. Dies ermöglicht Projektentwicklungsgesellschaften, ihre Pipelines schnell zu füllen und somit den Grundstein für den konkreten Ausbau legen zu können.

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