Konsumgüter

Portrait von Stephan Lechel

Kaufverhalten und Kundenerwartung verändern sich im Konsumgütermarkt so rasant wie in kaum einer anderen Branche. Die entstehenden neuen Möglichkeiten gemeinsam mit dem Kunden in Wettbewerbsvorteile umzuwandeln, macht nicht nur Spaß, sondern fordert einen selber immer wieder aufs Neue.

Stephan Lechel

Stephan Lechel

Partner

Wenn die Macht der Kunden immer größer wird

Welche Konsumgüter werden zukünftig gekauft – und wie? Die Antwort verweist auf digitale Plattformen, nachhaltige Herstellprozesse und transparente Wertschöpfungsketten. Sicher ist: Die Unternehmen müssen sich auf stark veränderte Märkte einstellen.

Aktuelle Lage der Branche

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Digitale Chancen ergreifen

Von der Markenpositionierung über den Vertrieb bis zum Kundenverhalten – im digitalisierten Konsumgütermarkt ist nichts mehr so, wie es einmal war. Beispiel Kundenverhalten: Selbst in Branchen wie dem Möbelhandel nimmt der Online-Verkauf rasant zu. Einerseits werden stationäre Umsätze kannibalisiert, andererseits eröffnen sich Herstellern Möglichkeiten im Direktvertrieb. Auch die Kundenerwartungen verschieben sich: Da Online-Plattformen mit Flexibilität und Verfügbarkeit punkten, verlangen KonsumentInnen das Gleiche vom stationären Handel. Auf der anderen Seite verändert die Digitalisierung den Produktionsprozess der Konsumgüter. Das Idealbild sieht nahtlos ineinandergreifende Prozesse, die jede Trendwende auf Datenbasis antizipieren und anschließend mit einer „selbstlernenden“ Produktion vernetzt sind vor. Am Ende gilt: Nur wer die eigenen Daten intelligent nutzt, wird in der Lage sein, das operative Geschäft effizient zu gestalten und kundennahe Produkte zu entwickeln.

Die Herausforderung sind sehr vielfältig: Einerseits muss man den eigenen Marken einen Wiedererkennungswert mitgeben, andererseits neue digitale Vertriebskanäle und Geschäftsmodelle etablieren. Wir kennen die Situation im Konsumgüter-Markt sehr genau und erstellen ganzheitliche Strategien für unsere Kunden.

Stephan Lechel

Stephan Lechel

Partner
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Den gesellschaftlichen Wandel annehmen

Immer kurzlebigere Trends und der Wunsch nach individualisierten Produkten prägen den Konsumgüter-Markt im 21. Jahrhundert. Zudem steigt in der Branche der Kostendruck – gleichzeitig ist der Investitionsdruck hoch wie nie zuvor. In der Folge entstehen neue Geschäftsmodelle wie beispielsweise digital getriebene Lieferdienste mit effizienten und adaptiven Wertschöpfungsketten. Der Megatrend Nachhaltigkeit stellt die Produzenten von Konsumgütern vor neue Herausforderungen. Die gestiegene Transparenz gegenüber Endkunden, nicht nur hinsichtlich Nachhaltigkeit, sondern auch eine nie dagewesene Preistransparenz, verändert das Machtgefüge von Herstellern gegenüber Endkunden. Folglich sollten Unternehmen eine transparente Wertschöpfungskette etablieren und darüber authentisch informieren. Und: Konsumgüter-Produzenten stehen von einem strategischen Spagat, um den sich wandelnden Kundenanforderungen gerecht zu werden. Große Trends wie Bio-Materialien und Investitionen in eine nachhaltige Produktion stehen oft im Gegensatz zum traditionell mengengetriebenen Geschäft.

Das Machverhältnis zwischen Kunden, Plattformanbietern und Kosumgüter-Produzenten hat sich verschoben. Erhöhte Produktdifferenzierung und steigender Wettbewerbsdruck gepaart mit erhöhter Transparenz in der Supply Chain lässt Margen sinken und erhöht den Innovationsdruck. Diese herausfordernde Ausgangslage sollte man frühzeitig im Blick haben. Wir helfen bei dieser Bestandsaufnahme und unterstützen zugleich bei der Planung und Umsetzung der erforderlichen Transformationsprozesse.

Dorothée Fritsch

Dorothée Fritsch

Head of Business Development & Strategy
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Regulierungen und Lieferketten im Blick behalten

Die Einführung des Lieferkettengesetzes in Deutschland (ab 2023) zwingt Unternehmen im Konsumgüter-Markt zum Handeln: Sie müssenMenschenrechtsverletzungen oder Umweltschäden in ihrer Lieferkette frühzeitig erkennen und minimieren, was verstärkt Risikoanalysen, Risikomanagement, Beschwerdeverfahren und Dokumentationen nach sich zieht. Der aktuelle Vorschlag der EU zum Thema geht sogar noch weiter: Hier ist die gesamte Wertschöpfungskette inklusive mittelbarer Zulieferer betroffen. Was tun? Zunächst sollten Unternehmen jetzt schon aktiv werden und die relevanten Prozesse etablieren, da Verstöße zu hohen Strafen führen. Darüber hinaus rückt die Lieferkette auch deshalb in den Fokus, weil ihre globale Resilienz häufig nicht mehr gewährleistet ist – was die Existenz vieler Unternehmen massiv gefährdet. Letztlich gilt es jetzt, ein gutes Gleichgewicht aus Regionalisierung und Prozesseffizienz zu etablieren. 

Vor dem Hintergrund logistischer Engpässe, gestiegener Rohstoff- und Transportkosten sowie neuer regulatorischer Herausforderungen wird es schwieriger, die Warenverfügbarkeit kosteneffizient sicherzustellen und Umsatzausfall zu vermeiden. Wir unterstützen gezielt bei der Etablierung einer resilienten und integrierten Lieferkette.

Dominik Weiß

Dominik Weiß

Senior Manager

Erfolgsgeschichten

Dienstleistungen

Ein Blick auf die Details – was wir für die Konsumgüter-Branche tun.

Auf ein Wort

Was zeichnet die Konsumgüter-Branche des 21. Jahrhunderts aus, Stephan Lechel?

Welche Herausforderungen kommen aus Ihrer Sicht auf die Unternehmen der Konsumgüter-Branche zu?

Zunächst muss man betonten, dass wir hier von sehr unterschiedlichen Unternehmen sprechen. Wir unterstützen sowohl größere Mittelständler als auch multinationale Konzerne, wobei Produkte aus den Bereichen „Food“, „Non-Food“, Home Care“, „Personal Care“ und einige mehr eine Rolle spielen. Hinzu kommt eine unterschiedlich starke Markenpositionierung und Kundenwahrnehmung. Wir beraten sehr differenziert bei der Erarbeitung einer neuen Strategie – beispielsweise um neue Zielgruppen zu gewinnen, die Globalisierung der Marke voranzutreiben und das Produktportfolio an ein verändertes Verbraucherverhalten anzupassen.

Was für eine Rolle spielt in diesem Zusammenhang das Thema „Digitalisierung“?

Es hat für die Unternehmen der Konsumgüter eine große Bedeutung. Dabei geht es zum einen darum, die internen Wertschöpfungsketten und Art der Zusammenarbeit zu optimieren. Neue Prozesswelten von der Logistik und der Produktion bis zum Marketing kommen auf die Unternehmen zu. Zielbild ist eine agile Organisation, die sehr schnell auf neue Herausforderungen in sehr volatilen Märkten reagieren kann. Zum anderen verändert die Digitalisierung an vielen Stellen die Art und Weise, wie sich Verbraucher über ein Produkt informieren und es anschließend kaufen. Das führt mitunter zu einer neuen Arbeitsteilung zwischen Konsumgüterindustrie und Retail. Wir helfen Unternehmen dabei, sich im E-Commerce aufzustellen, z.B. bei der Platzierung von Produkten oder der Optimierung der Erreichbarkeit über Kanäle hinweg. Insgesamt kann man sicher sagen, dass die Komplexität der gesamten Wertschöpfungskette zunimmt.

Wie bewerten Sie die Marktposition der Hersteller von Konsumgütern?

Viele Unternehmen im Konsumgüter-Bereich sind gut aufgestellt. Allerdings ist die Branche stark von den Anforderungen der Endkunden getrieben, die sich schnell verändern. Und man darf nicht vergessen, dass die meisten Konsumgüter-Anbieter eigene Produktionsstätten betreiben. Insofern ist es wichtig, die Marktverschiebungen sehr genau zu beobachten. Im Übrigen sorgt die Digitalisierung unseres Alltags für neue Marktteilnehmer wie beispielsweise Lifestyle-Plattformen mit einem großen, sehr zielgruppenspezifischen Home-Care-Angebot. Hier bilden sich mittlerweile sehr starke Marken, die traditionelle Unternehmen mit ihren Geschäftsmodellen unter Druck setzen können. Und: Wer so etwas nachmachen will, muss aufpassen, dass er online die richtige Zielgruppe erreicht. Unsere Stärke ist es, hierauf eine ganzheitliche Antwort zu geben.

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