Carve-out

Planung und Vorbereitung eines Carve-out entscheiden darüber, ob sich aus einer strategischen Trennung ein nachhaltiger Erfolg oder ein kostspieliges Risiko entwickelt. Hinter jedem Carve-out stehen dabei hochkomplexe operative, finanzielle und rechtliche Fragestellungen, die frühzeitig identifiziert und adressiert werden müssen, um den langfristigen Erfolg der Transaktion sicherzustellen.

Übersicht

Die erfolgreiche Durchführung eines Carve-out setzt ein tiefes Verständnis der wirtschaftlichen, operativen und rechtlichen Ausgangssituation voraus. Die Trennung eines Unternehmensteils geht häufig mit komplexen Konzernverflechtungen, eingeschränkter Datentransparenz sowie erheblichem Entflechtungs- und Transformationsaufwand einher. Gleichzeitig können ungeklärte Haftungsfragen, regulatorische Anforderungen sowie Unsicherheiten hinsichtlich der zukünftigen Finanzierung und Ertragskraft des Unternehmens den Transaktionserfolg beeinträchtigen.

Unser ganzheitlicher Ansatz begleitet den Carve-out von der strategischen Konzeption bis hin zur finanziellen Absicherung und Marktintegration. Ausgehend von der strategischen Positionierung sowie operativen und finanziellen Entflechtungsbedarfen entwickeln wir einen belastbaren Wertsteigerungsplan und stellen damit die Grundlage für belastbare Bewertungs-, Finanzierungs- und Transaktionsentscheidungen. Auf diese Weise unterstützen wir mit unserer Erfahrung Unternehmen dabei, rechtliche und finanzielle Risiken zu minimieren und das volle Wertpotenzial des Carve-out zu realisieren.

Dienstleistungen

Fünf essentielle Module zur Absicherung eines erfolgreichen Carve-outs

Fragen an unser Team

Was sind die größten Herausforderungen bei einem Carve-out im Vergleich zu einem klassischen M&A Deal?

Carve-outs sind im Vergleich zu klassischen M&A-Deals deutlich komplexer, weil nicht nur ein Unternehmen bzw. Unternehmensteil gekauft oder verkauft wird, sondern erst eine eigenständige Einheit geschaffen werden muss, die operativ und finanziell eigenständig funktioniert. Die größte Herausforderung liegt dabei in der Entflechtung aus bestehenden Konzernstrukturen, insbesondere in den Bereichen Finanzen, IT, operativen Prozessen und Personal. Oft fehlt zunächst die notwendige finanzielle Transparenz, da Kosten, Cashflows und Ergebnisbeiträge nicht eindeutig zugeordnet werden können. Gleichzeitig müssen operative Abhängigkeiten über Transitional Service Agreements (TSAs) eindeutig geregelt und rechtliche Themen oder Haftungsrisiken sauber gelöst werden. Entscheidend ist daher, frühzeitig eine belastbare Informations- und Planungsbasis zu schaffen, um Risiken zu steuern und die Grundlage für einen stabilen Day 1 sowie eine erfolgreiche Eigenständigkeit zu legen.

Welche rechtlichen oder haftungsbezogenen Risiken sind bei Carve-outs besonders relevant?

Rechtliche und haftungsbezogene Risiken werden bei Carve-outs häufig unterschätzt, insbesondere im Kontext von Geschäftsleiterhaftung, Insolvenzrecht und Gläubigerschutz. Gerade bei Unternehmen in einer angespannten Lage kann bereits die Entscheidung für einen Carve-out haftungsrelevant sein, wenn sie nicht auf einer belastbaren Informationsbasis getroffen wird. Ein zentrales Risiko entsteht dabei durch unzureichende wirtschaftliche Transparenz vor Signing – insbesondere hinsichtlich Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie bestehender konzerninterner Verflechtungen. Auch operative Übergangsstrukturen wie Transitional Service Agreements (TSAs) oder gläubigerschützende Regelungen im Rahmen der rechtlichen Umsetzung erhöhen die Komplexität erheblich.

Was unterscheidet erfolgreiche von weniger erfolgreichen Carve-out-Projekten?

Erfolgreiche Carve-out-Projekte zeichnen sich vor allem durch die Qualität der Vorbereitung und die frühzeitige Schaffung belastbarer Transparenz aus. Entscheidend ist, dass bereits vor Signing ein klares Verständnis über die zukünftige Eigenständigkeit der Einheit besteht – insbesondere in Bezug auf finanzielle Leistungsfähigkeit, operative Abhängigkeiten und rechtliche Rahmenbedingungen ist die Organisation und Kommunikation entscheidend. Auch das Thema IT muss von Beginn an mitgedacht und darf nicht unterschätzt werden.

Weniger erfolgreiche Projekte scheitern häufig daran, dass genau diese Transparenz fehlt oder zu spät hergestellt wird, wodurch Risiken erst im Umsetzungsprozess sichtbar werden und sich in Verzögerungen, Kostensteigerungen oder strukturellen Problemen niederschlagen. Typische Schwachstellen liegen dabei in unzureichend gelösten Entflechtungsfragen, fehlender Struktur im Entflechtungsprozess oder nicht belastbaren Annahmen zur zukünftigen Organisation.

Wie wir unsere Mandanten unterstützen