Geschäftsmodell und Target Operating Model

Ob Klimawandel, COVID-19, geopolitische Konflikte oder Digitalisierung – Unternehmen müssen ihre Geschäftsmodelle überdenken und resilienter gestalten. Ohne die gleichzeitige Weiterentwicklung des Operating Models greift die strategische Transformation jedoch häufig zu kurz.

Übersicht

Bei der Anpassung von Geschäftsmodellen sollte die Synthese aus Kernkompetenzen, Ressourcen und Kundenbedürfnissen im Fokus stehen. Zunehmend muss jedoch auch Nachhaltigkeit über Kundenbedürfnisse hinaus in das Geschäftsmodell integriert werden – andernfalls besteht ein erhöhtes Risiko regulatorischer Disruption.

Für uns ist wichtig: Bei einer Transformation des Geschäftsmodells sollte das bestehende Operating Model geprüft und bei Bedarf angepasst oder auch neu entwickelt werden– so werden Strategie, Organisation und operative Prozesse verknüpft und die nachhaltige Umsetzung des neuen Geschäftsmodells ermöglicht.

Eine Reflektion des Geschäftsmodells und der entsprechenden Operationalisierung der Strategie in Form eines Target Operating Models ist sowohl bei drohender Disruption des Marktumfelds als auch einer akuten Gefährdung der Wettbewerbsposition sinnvoll. Im Rahmen von Post-Merger-Integrationen bietet sich aufgrund neuer Kompetenzen und Zielgruppen ebenfalls ein Überdenken an.

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Fragen an das Team

Welche Situation würdest du als typischen Anlass für eine systematische Transformation von Geschäftsmodell und Operating Model nennen?

Ein klassischer Auslöser für einen akuten Transformationsbedarf kann der Eintritt neuer Wettbewerber in einen Markt sein, oft auch verbunden mit der Einführung von Innovationen. Angesichts einer Disruption in vielen Branchen und den steigenden Anforderungen in Bezug auf die Nachhaltigkeit des Wirtschaftens gibt es jedoch auch in anderen unternehmerischen Situationen regelmäßig Ansatzpunkte zur Reflektion der Kernelemente des Geschäftsmodells. Einige Märkte sind dabei deutlich stärker von akuten Krisen oder dem strukturellen Wandel betroffen, sei es die Automobilindustrie, der Maschinen -und Anlagenbau, der Einzelhandel oder die Konsumgüterbranche – einen guten Einblick hierzu bieten unsere branchenspezifischen Seiten und Studien. Gerade in diesen Sektoren kann eine regelmäßige, neutrale Überprüfung von Geschäftsmodell und Target Operating Model unerlässlich sein, um das Fortbestehen langfristig zu sichern.

Wie kann man sich in Workshops die Rollenverteilung zwischen Geschäftsleitung, den Fachbereichen und FTI-Andersch vorstellen?

Mit der Geschäftsleitung erfolgen zunächst bilaterale Gespräche. So erhalten wir einen ersten Eindruck und können Schwerpunkte und Ziele der Workshops definieren – diese können sich im Rahmen des Workshops aber auch durchaus verändern. Finales Zielbild, Handlungsoptionen und Maßnahmen werden von allen Workshop-TeilnehmerInnen gemeinsam erarbeitet – wir sehen uns hier insbesondere als Impulsgeber und Moderator. So wird die zwischenmenschliche Dynamik von Workshops nutzbar gemacht und zugleich zielführend gearbeitet. Wichtig für die Akzeptanz der angestoßenen Veränderungsprozesse ist dabei der frühzeitige Einbezug sämtlicher betroffener Fachabteilungen. Eine detaillierte Dokumentation und Entwicklung des Maßnahmenplans stellt einen wichtigen Baustein der Nachbereitung dar – unserer Erfahrung nach ist das für die mittelfristige Umsetzung von zentraler Bedeutung.

Was macht das Target Operating Model für die Implementierung eines Geschäftsmodells so wichtig?

Das Geschäftsmodell spiegelt die Funktionsweise eines Unternehmens wider und definiert, wie Gewinne erzielt werden. Ohne ein detailliert ausgearbeitetes Target Operating Model – oder auch Betriebsmodell – fehlt jedoch der klare Plan, welche Implikationen sich hieraus auf das Tagesgeschäft und die notwendigen Strukturen und Prozesse des Unternehmens ergeben. Ein effizientes und gut durchdachtes Target Operating Model bietet damit einen wichtigen Hebel, um die Anforderungen von strategischen Entscheidungen greifbar und umsetzbar zu machen.

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